Das Barkauer Land umfasst die elf Gemeinden Barmissen, Boksee, Bothkamp, Großbarkau, Honigsee, Kirchbarkau, Klein Barkau, Löptin, Nettelsee, Postfeld und Warnau, die im Westen des Amtes Preetz-Land liegen.

Das Barkauer Land umfasst die elf Gemeinden Barmissen, Boksee, Bothkamp, Großbarkau, Honigsee, Kirchbarkau, Klein Barkau, Löptin, Nettelsee, Postfeld und Warnau, die im Westen des Amtes Preetz-Land liegen.

Wärmepumpen-Eignungstest im Barkauer Land
Kann mein Haus, auch ohne umfassende Sanierung, mit einer Wärmepumpe beheizt werden? Diese Frage stellen sich viele Eigentümer:innen, besonders bei älteren Gebäuden. Im Barkauer Land gibt es nun die Möglichkeit, genau das im Rahmen eines Wärmepumpen-Eignungstests prüfen zu lassen.
Der Test ist Teil des Forschungsprojekts KWIKK. Darin wird untersucht, wie Kommunen nach der Wärmeplanung konkrete Schritte in Richtung klimafreundlicher Wärmeversorgung gehen können. Das Projekt wird im Barkauer Land gemeinsam mit den Projektpartnern dem Öko-Institut, neuland21 und dem Fraunhofer ISI umgesetzt und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Im Barkauer Land steht dabei unter anderem die Frage im Mittelpunkt, ob eine gemeinsame Beschaffung von Wärmepumpen für mehrere Gebäude sinnvoll und umsetzbar ist.
Der Wärmepumpen-Eignungstest soll zeigen, ob ein Gebäude grundsätzlich für den Betrieb mit einer Wärmepumpe geeignet ist. Dafür wird während der Heizperiode geprüft, ob das Haus auch mit einer niedrigeren maximalen Vorlauftemperatur ausreichend warm bleibt. Das Ergebnis gibt eine erste Orientierung und kann eine Grundlage für die weitere Planung sein.
Wer kann teilnehmen?
Teilnehmen können selbstnutzende Eigentümer:innen von Ein- und Zweifamilienhäusern im Barkauer Land. Besonders interessant ist der Test für Eigentümer:innen älterer oder noch nicht umfassend sanierter Gebäude.
So läuft der Test ab
1. Online anmelden: Sie füllen einen kurzen Fragebogen aus und machen Angaben zu Ihrem Gebäude und Ihrer Heizung.
2. Rückmeldung erhalten: Das Öko-Institut prüft die Angaben und meldet sich mit weiteren Informationen zum Ablauf, zu möglichen Risiken und zum Datenschutz.
3. Heizungsbetrieb einbinden: Wenn Sie bereits einen Heizungsbaubetrieb haben, informieren Sie diesen über Ihre Teilnahme. Die Heizungsbetriebe im Barkauer Land wurden vorab über das Projekt und den Ablauf des Eignungstests informiert. Falls Sie keinen eigenen Betrieb haben, unterstützt das Projektteam bei der Vermittlung.
4. Test in der Heizperiode: Der Heizungsbaubetrieb senkt die maximale Vorlauftemperatur testweise auf rund 55 °C ab. Nach dem Test kann die Vorlauftemperatur auf Wunsch wieder auf den vorherigen Wert angehoben werden.
5. Ergebnis einschätzen: Bleibt das Gebäude auch an kalten Tagen ausreichend warm, ist das ein guter Hinweis darauf, dass eine Wärmepumpe grundsätzlich infrage kommt.
Die Anmeldung zum Eignungstest ist ab Anfang Oktober möglich.
Informationsveranstaltungen
Weitere Informationen erhalten Sie bei diesen Informationsveranstaltungen, jeweils ab 19:00 Uhr:
20.10.2026 in Kirchbarkau
Dort wird der Wärmepumpen-Eignungstest vorgestellt und Sie haben die Möglichkeit, Fragen zu stellen und mit den Projektbeteiligten ins Gespräch zu kommen.
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Frank Jedicke
Telefon: 0151 217 778 73
E-Mail: frank.jedicke@t-online.de
Projektpartner:




Am 11. und 19. Februar 2026 fanden die beiden abschließenden Öffentlichkeitsveranstaltung zur Kommunalen Wärmeplanung im Barkauer Land (+ Pohnsdorf) statt. Insgesamt nahmen rund 85 Bürger*innen sowie Gemeindevertreter*innen teil und zeigten großes Interesse an den Ergebnissen und den nächsten Schritten auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen und treibhausgasneutralen Wärmeversorgung in ihrer Region. Im Rahmen der Veranstaltungen stellte das mit der Durchführung der Wärmeplanung beauftragte Fachplanungsbüro GP Joule sowohl einen Rückblick auf die Bestands- und Potenzialanalyse als auch das entwickelte Zielszenario vor, um eine treibhausgasneutrale Wärmeversorgung für das gesamte Barkauer Land (+) bis zum Jahr 2040 zu erreichen. Zudem wurden einige Maßnahmen der Umsetzungsstrategie präsentiert, mit denen die Gemeinden das Ziel erreichen können. Dazu zählen unter anderem die Etablierung von Informationsveranstaltungen für Bürger*innen, Sanierung kommunaler Gebäude und die Teilhabe an der Energiegenossenschaft Barkauer Land.
Das zentrale Ergebnis der Wärmeplanung ist: Fast das gesamte Barkauer Land (+) ist als dezentrales Wärmeversorgungsgebiet ausgewiesen (in der Karte violett dargestellt). Der Ortskern der Gemeinde Honigsee ist aufgrund des bestehenden Wärmenetzes als Wärmenetzverdichtungsgebiet vorgesehen (in der Kate rot dargestellt). Damit wird deutlich, dass insbesondere individuelle, gebäudebezogene (dezentrale) Wärmeversorgungsoptionen künftig eine wichtige Rolle spielen werden.
Im Anschluss informierte die Klimaschutzagentur im Kreis Plön GmbH über die Möglichkeiten der privaten Gebäudebesitzer*innen für die eigene Wärmewende. Die Themen waren die derzeitig noch geltenden gesetzlichen Rahmenbedingungen des Gebäudeenergiegesetzes, verschiedene dezentrale Heizsysteme, Fördermöglichkeiten sowie deren Beantragung beim Heizungstausch und bei der Umsetzung begleitende Einzelmaßnahmen am Gebäude. Die währenddessen und anschließend stattfindenden Diskussionen waren konstruktiv, interessiert und geprägt von einem sehr offenen Austausch.
Wie geht es nun weiter? Der finale Wärmeplan wird in allen zwölf beteiligten Gemeinden beraten und dann beschlossen werden müssen. Mit diesem formalen Schritt wird die strategische Grundlage geschaffen, um weitere Maßnahmen anzugehen und die treibhausgasneutrale Wärmeversorgung bis 2040 schrittweise umsetzen zu können.